Ich weiss was, was du nicht weisst

Kopfkino! Es bewegt sich, man kann es hören, ich will es sehen! Alles was auch nur entfernt mit bewegten, aber nicht selbstgesteuerten Bildern zu tun hat, findet ihr in Zukunft hier. Egal ob DVD oder Blu-ray, Trailer, Kinofilme oder Hollywood-Gerüchte. Ein selbst-komponiertes Best Of Batman? Auch hier!

Aus aktuellem Anlass fang ich mal an. Ich war nämlich mal wieder im Kino. Dieses mal stand „Knowing“ mit Nicolas Cage auf der Speisekarte. Dazu muss ich sagen, dass ich kein großer „Nic Cage“-Fan bin. Die einzigen Filme die ich von ihm mag sind: „Leaving Las Vegas“.
Diese Mischung aus Bruce Willis und Hundeblick funktioniert für mich eigentlich nicht. Aber da er in „Knowing“ einen Alkoholiker spielt, dachte ich mir, why not?

Zumal der Film für einen Cage-Film erstaunlich gute Kritiken bekam. Einer der weltweit bekanntesten und größten Filmkritiker, Roger Ebert, vergab sogar die nur für Premium-Film vorbehaltenen und sehr begehrten 4 Sterne. Tatsächlich waren die überraschend guten Kritiken nicht der Grund, warum ich unbedingt „Knowing“ sehen wollte. Der Film hat eine Geschichte: Bereits seit sieben Jahren steckte er in einer mehr oder weniger verstopften Hollywood-Pipeline. Ursprünglich sollte „Knowing“ nämlich der zweite Film von Donnie Darko Mastermind Richard Kelly werden. Wie so oft, kam es aber nicht zur Umsetzung und Kelly widmete sich dem Megaflop „Southland Tales“.
Jahre später wurde das Script umgeschrieben und der Regiestuhl mit Alex Proyas (immerhin!) neu besetzt. Proyas, der bereits mit Filmen wie The Crow oder Dark City bewiesen hat, dass er was von seinem Handwerk versteht, der sogar mit I,Robot einen soliden Blockbuster abgeliefert hat, ist nun verantwortlich für den Mystery-Thriller.

Worum geht’s?
Die Story ist schnell erzählt. Im Jahr 1959 haben Kinder in Lexington im Rahmen eines Schulprojekts ihre Visionen der Zukunft aufgemalt und in einer sogenannten Zeitkapsel im Boden vergraben. 50 Jahre später zum Jubiläum des Projekts, wird die Zeitkapsel aus dem Boden geholt und die Bilder der Kinder an die aktuellen Schüler verteilt. Caleb allerdings, erhält als einziges Kind nicht etwa eine Zeichnung von Raumschiffen und Robotern, sondern lediglich zwei Seiten vollgeschrieben mit Zahlen.

Sein Vater John (Cage), Professor für Astrophysik, erkennt hinter den Zahlen ein System. Die Ziffern sind nicht etwa zufällig angeordnet, viel mehr sind es exakte Koodrinaten von Katastrophen der letzten 50 Jahre, inklusive Datum und Zahl der Todesopfer. Natürlich glaubt dem Professor, der seit dem Tod seiner Frau gerne mal einen Whiskey über den Durst trinkt, keiner. Allerdings sind auf der Liste noch genau drei Events markiert, die bislang nicht eingetroffen sind. Es liegt jetzt an John das Eintreten der Katastrophen zu verhindern…


Ansonsten möchte ich inhaltlich nicht mehr über den Film schreiben, denn je weniger man darüber weiß, desto besser. Aber ich kann sagen, dass er mich zwei Stunden lang zumindest sehr gut unterhalten hat und teilweise mit grandiosen Effekten aufwarten kann. Über das Ende kann man streiten und hier wird sich auch beim geneigten Kinogänger die Spreu vom Weizen trennen. Akte-X Fans und Freunde von Uri Geller bestellen die DVD schon mal vor, während der Rest zwar gut unterhalten, aber etwas ernüchternd nach Hause watschelt.
Nicolas Cage war übrigens OK. Den Alkoholiker kann er einfach…


Link: “Knowing”-Trailer bei YouTube
Link: “Knowing”-Trailer in HD
Link: Die offizielle Seite zum Film